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Informationen bereitgestellt durch die Agentur für Erneuerbare Energien

Oberflächennahe Geothermie

Bei der oberflächennahen Geothermie wird die konstante Temperatur der Erdschichten bis etwa 150 Meter Tiefe mit Hilfe von Wärmepumpen zum Heizen oder Kühlen genutzt. Vor allem bei größeren Neubauten sind Erdwärmesysteme manchmal wirtschaftlicher als konventionelle Heizungen, erst recht, wenn zusätzlich auch gekühlt werden muss. Viele Kommunen nutzen sie bereits für Schulen, Kindergärten oder Verwaltungsbauten. Kommunen können Bebauungsgebiete so planen, dass sie nicht auf Flächen liegen, in denen Erdwärmeanlagen zum Beispiel aus Gründen des Wasserschutzes nicht gebaut werden dürfen. Ein weiterer Ansatzpunkt sind die Gebührensatzungen. Sie sind heute sehr unterschiedlich gestaltet. Die Spannbreite der Genehmigungsgebühren für denselben Verwaltungsakt reicht von einigen zehn Euro bis in den vierstelligen Bereich, je nachdem in welcher Region man seine Anlage bauen lassen möchte.

Investitionen und Finanzierung
Ohne die Rahmenbedingungen zu kennen, ist es sehr schwierig, Investitionskosten für ein oberflächennahes Erdwärmesystem zu benennen. Entscheidend sind die geologischen Verhältnisse vor Ort. Der Investitionsaufwand kann bei reinen Heizungsanlagen zwischen 30 und 100 Prozent über einer konventionellen Anlage liegen. Übernimmt das Erdwärmesystem gleichzeitig Klimatisierungsaufgaben, können die Mehrkosten je nach lokaler Situation bis auf wenige Prozent schrumpfen. Das liegt daran, dass Investitionen für eine zusätzliche Klimakälteversorgung überflüssig werden, so dass sich die Erdwärme-Anlage fast schon vom ersten Betriebstag an amortisiert hat. Normal sind Amortisationszeiten von drei bis sieben Jahren.