Quartierskonzept Dransfeld

pdfBericht KfW

Bericht KfW

pdfBürger*innenbericht

Bürger*innenbericht

pdfMaßnahmenkatalog

Maßnahmenkatalog

pdf3. Infobrief (02.07.2020)

3. Infobrief (02.07.2020)

pdf2. Infobrief (12.12.2019)

2. Infobrief (12.12.2019)

pdf1. Infobrief (29.05.2019)

1. Infobrief (29.05.2019)

pdfEinladung Bürgerversammlung Dransfeld (10.05.2019)

Einladung Bürgerversammlung Dransfeld (10.05.2019)

pdfFragebogen zur Haushaltsbefragung

Fragebogen zur Haushaltsbefragung

 

Termine

aktuell liegen keine Termine vor


vergangene Termine

03.07.20 | Bürgerversammlung Dransfeld online

23.10.19 | Herbstcafé Energieeffizienz von 16:00 bis 20:00 Uhr in der Stadthalle

11.09.19 | 2. Sitzung des Quartiersbeirats um 18:00 Uhr in der Stadthalle

25.06.19 | 1. Sitzung des Quartiersbeirats um 18:00 Uhr im Rathaus

10.05.19 | Bürgerversammlung Dransfeld

 

Ansprechpartner:

Patrick Spies
(Energieagentur)

Tel.: 0551 / 384 213 32
spies(at)energieagentur-goettingen.de


Dirk Aue
(Stadt Dransfeld)

Tel.: 05502 / 302 60
aue(at)dransfeld.de

 

Auftraggeber:
Stadt Dransfeld

Quartierskonzept Dransfeld

Die Stadt Dransfeld hat von Mai 2019 bis Juli 2020 ein “integriertes energetisches Quartierskonzept” entwickelt. Dabei haben Bürger*innen, Institutionen, Gewerbe und Verwaltung gemeinsam das “Stadtquartier am Huhnsberg” mit vielen bestehenden und neuen Ideen gestaltet.

Das Ergebnis

Die viele Arbeit wurde in mehreren Dokumenten zusammengefasst. Eine ausführliche Darstellung mit allen Zahlen, Daten und Fakten im Detail wurde für den Fördermittelgeber, die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), erstellt. Für alle, die sich einen guten Überblick verschaffen wollen gibt es die Bürger*innenbroschüre “Stadtquartier am Huhnsberg - Energie einsparen & nachhaltig leben”. Die Projekte, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen, sind in einem dritten Dokument, dem “Maßnahmenkatalog” zusammengefasst. Hier finden Sie eine detaillierte Beschreibung, was, wann und von wem gemacht werden soll. 

Wie geht es weiter?

Der Rat der Stadt Dransfeld hat auf seiner Sitzung am 14. Juli wichtige Beschlüsse für die Umsetzung der Projekte getroffen:

  • Der Rat hat der Verwaltung den Auftrag gegeben, das Konzept umzusetzen.
  • Es soll ein Antrag bei der KfW gestellt werden, die Umsetzung der Klimaschutzprojekte personell zu unterstützen. Der Förderantrag umfasst eine Beteiligung an den Personal- und Sachkosten in Höhe von 150.000 € für drei Jahre.
    Das Sanierungsmanagement – ein Team aus Experten der Verwaltung und einem kompetenten Büro – wird sich gemeinsam die Projekte vornehmen.
  • Gebäudebesitzer*innen im Quartier soll mit einem Sanierungsgebiet das Investieren in Barrierefreiheit und Energieeffizienz finanziell attraktiver gemacht werden. Die Untersuchung, ob dies möglich ist, wurde beschlossen.

Dies sind wichtige Schritte, um den Klimaschutz in Dransfeld voran zu bringen.

Wann geht es los?

Voraussichtlich im Herbst 2020 soll es mit dem Sanierungsmanagement losgehen. Die Pläne für die ersten Projekte werden dann umgesetzt. Der Beschluss des Sanierungsgebietes erfolgt voraussichtlich im Frühjahr 2021. Der Start des Sanierungsmanagements wird mit einer Auftaktveranstaltung erfolgen. Viele Projekte können wir nur gemeinsam schultern.

Sie sollen: Mitdenken. Mitgestalten. Mitentscheiden.

Ein Quartierskonzept ist ein Gemeinschaftsprojekt

Das Quartier in Dransfeld
Das Quartier in Dransfeld (zum Vergrößern anklicken)

Mit diesem Konzept werden die Lebens- und Wohnqualität aller Quartiersbewohner*innen auf Dauer erhalten und verbessert werden. Gleichzeitig werden in jedem Lebensbereich CO2-Einsparmöglichkeiten berücksichtigt - damit nicht nur die Bewohner*innen, sondern auch die Umwelt durch dieses Konzept gewinnt. Bei der Planung und auch der Umsetzung sind alle gefragt. Ob alt oder jung, mit oder ohne Beeinträchtigung und unterschiedlicher ethnischer Herkunft: Alle sind herzlich willkommen, sich bei der Umsetzung im Rahmen des Sanierungsmanagements an der Um- und Neugestaltung Ihres Quartiers zu beteiligen!

Das Konzept berücksichtigt nicht nur Privathäuser sondern auch öffentliche Gebäude wie die Stadthalle, die Schulen aber auch auf Straßen, Wege und Grünflächen. Zudem werden gebäudeübergreifende Wärmekonzepte, energieeffizientere Häuser und lokale Strom- und Wärmeversorgungskonzepte entwickelt.

Das übergeordnete Ziel ist, Stadtentwicklung und Klimaschutz zu verknüpfen.

Warum am Huhnsberg?

Dieser Bereich Dransfelds hat ideale Voraussetzungen für die Erstellung und Umsetzung des Konzeptes, da die Struktur und der Zustand der Gebäude in diesem Bereich einheitlich sind, und zudem die verdichtete Bauweise sowie die erwartbare demographische Entwicklung den Anforderungen an ein Konzept entspricht. Darüber hinaus gibt es öffentliche Gebäude, die sich bei z.B. einer zentralen Energieversorgung mit privaten Gebäuden hervorragend ergänzen.

Das Quartier wird begrenzt durch:

  • Am Bleichanger / Bördeler Weg im Norden
  • Lange Trift im Westen
  • Gaußstraße im Süden
  • Heinrich-Sohnrey-Straße im Osten

Ablauf

Am 10 Mai 2019 hat die erste Bürgerversammlung stattgefunden, bei der die Vorgehensweise dargestellt und alle Fragen geklärt wurden.

Wir waren sehr erfreut, eine so große Zahl von Besucher*innen begrüßen zu dürfen: Die 61 teilnehmenden Bürger*innen konnten nach einer Einführung zum Ablauf und den Inhalten Ihre Ideen und Wünsche äußern. Hauseigentümer*innen, Mieter*innen, Vermieter*innen und weitere Interessierte haben mit den Fachleuten spannende Diskussionen geführt. Dabei kamen viele wichtige Impulse zusammen - über 657 Ideen, Anregungen und Fragen wurden aufgeschrieben. Diese wurden in 4 Kategorien eingeteilt: “Mein Haus”, “Mein Grundstück”, “Unser Quartier” und “Unsere Samtgemeinde”.

Am meisten thematisiert wurden:

  1. Mobilität (197)
  2. Energieeffizienz (126)
  3. Natur- und Umweltschutz (107)
  4. Gemeinschaft (97)
  5. Nahversorgung (46)

Ganz oben auf der Liste der von den Besucher*innen eingebrachten Themen im Bereich “Mobilität” waren das Auto, der Öffentliche Nahverkehr (ÖPNV), E-Mobilität, Fussverkehr und Barrierefreiheit.

Im Bereich „Energieeffizienz“ wurden die Themenfelder Gebäudesanierung, Wärmeerzeugung, Erneuerbare Energien und Energieeinsparung im Haus(halt) angesprochen.

Dann folgt die Kategorie „Natur- und Umweltschutz“. Wichtige Punkte sind hier die Biodiversität, Wassernutzung und Baumpflege. 

In der Kategorie „Gemeinschaft“ wurden vielfach gemeinsame Treffpunkte und Spielplätze gewünscht. Wichtige Punkte waren auch Nachbarschaftshilfe und das Teilen.

Im Bereich “Nahversorgung“ waren wichtige Themen der Einzelhandel und die Ärzte sowie die Schulen.
 
Dabei kamen 657 Punkte zusammen. Diese konnten 180 verschiedenen Themen zugeordnet werden.

Die Top 20 Themen mit Anzahl der Nennungen
Grafik Bürgerwünsche

Zu diesen Themen werden wir Sie informieren und, wenn Sie wollen, gemeinsam mit Ihnen Projekte und Ideen entwickeln und umsetzen.

Wichtig ist: Es kommt auf Sie an. Sind Sie dabei, machen wir mit.

Fragebogenaktion zum Leben und Arbeiten im Quartier

Nach der Datenaufnahme wurde eine energetische Analyse des Quartiers durchgeführt.
 
Nachdem wir Ihre Bedürfnisse und Wünsche kennengelernt haben, ist der zweite Schritt mit einer Bestandsaufnahme zum Leben und Arbeiten im Quartier erfolgt:

  • Wie sind Sie im Moment mobil?
  • Was erwarten Sie für die Zukunft im Quartier?
  • Wie sieht es mit Ihrer Heizung aus, brauchen Sie bald eine neue und welche Sanierungsmaßnahmen haben Sie noch geplant?
  • Was wünschen Sie sich für Ihr Wohnumfeld.
  • Ist Ihre Wohnung oder Haus barrierefrei und wissen Sie, wie Sie Energie sparen können?

Dazu ging allen Haushalten und Hauseigentümern diesbezüglich ein Fragebogen zu.
Mit der Beantwortung des Fragebogens haben Sie uns sehr geholfen, er ist eine wichtige Grundlage für die Arbeit in den nächsten Jahren.

Wir weisen darauf hin, dass Ihre Daten vertraulich behandelt werden. 
 

Nahaufnahme Fragebogen

Im weiteren Verlauf wurden Einsparpotenziale in allen Lebensbereichen ermittelt und gemeinsam entsprechende Projekte definiert: der Projektkatalog.

Was ist dabei rausgekommen?

Es sollte kein weiteres Konzept werden, das in der Schublade verstaubt.Deswegen fördert die KfW neben der Erstellung auch die Umsetzung der Projekte. Bis zu 5 Jahre können Personal- und Sachkosten für die Projektbegleitung und die Öffentlichkeitsarbeit mitfinanziert werden (65%).

Begleitend zur Konzepterstellung ist ein Quartiersbeirat ins Leben gerufen worden. Das erste Treffen hat am 25.06.19 stattgefunden. 15 Teilnehmende haben sich über ihre Motivation und die Erwartungen an das Konzept ausgetauscht. Es wurde über die Ergebnisse der Bürger*innenveranstaltung gesprochen und erste Projekte und Maßnahmen diskutiert.

Der Quartiersbeirat ist keine geschlossene Gesellschaft! Alle Bürger*innen, Politiker*innen. BewohnerInnen und sonstige Interessierte sollen sich beteiligen. Er tagt nach Bedarf in (un)regelmäßigen Abständen. Der Beirat soll auch während der Projektumsetzung beibehalten werden.

Ermöglicht wird das Projekt, da die Stadt Dransfeld ein Förderprogramm der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Anspruch genommen hat. In der ersten Phase, die knapp ein Jahr gedauert hat, wurde das Konzept erstellt. In Phase Zwei wird die Begleitung der Umsetzung über einen Zeitraum von drei Jahren gefördert. Eine Verlängerung um weitere zwei Jahre ist möglich. So soll sichergestellt werden, dass die Projekte nachhaltig umgesetzt werden.

Es wurden in Deutschland schon über 800 Quartierskonzepte erstellt, zwei davon in Adelebsen und Hann. Münden.

Über welche Themengebiete kann gesprochen werden?

Klimaschutz ist auf vielen Ebenen möglich, da wir mit fast allem, was wir tun, Energie verbrauchen (umwandeln), was zu CO2-Ausstoß führt. Deshalb gibt es viele Themen, die im Rahmen der Konzepterstellung angesprochen werden können. Jedes Quartier ist individuell, die Bedürfnisse sind unterschiedlich gelagert. Deshalb gibt es keine Blaupause zu den Themengebieten:

  • Wohnprojekte (Mehrgenerationen, Barrierefreiheit, alternative Wohnformen)
  • Energieeffizienz (Erneuerbare Energien, regenerative (Nah-)Wärmeversorgung, energetische Gebäudesanierung)
  • Demographie
  • Gewerbestandort
  • Lebensqualität (Stadtbild, Grünflächen, Spielplätze, Einkaufen)
  • Mobilität (Barrierefreiheit, Fahrgemeinschaften, Busanbindung, Parkplätze)

Bestandteile des fertigen Quartierskonzeptes:

  • Untersuchung des Gebäudebestandes (Status Quo von CO2-Bilanz und Energieverbrauch)
  • Ermittlung der Potenziale für Energieeinsparung /-effizienz und Erneuerbare Energien
  • Entwicklung von Szenarien zur Einbeziehung von Quartiersbeirat und anderen Akteursgruppen
  • Projektkatalog zur Umsetzung