Quartierskonzept Dransfeld

pdfEinladung Bürgerversammlung Dransfeld (10.05.2019)

Einladung Bürgerversammlung Dransfeld (10.05.2019)

pdf1. Infobrief (29.05.2019)

1. Infobrief (29.05.2019)

 

Termine

11.09.19 | 2. Sitzung des Quartiersbeirats um 18:00 Uhr in der Stadthalle

23.10.19 | Herbstcafé Energieeffizienz von 16:00 bis 20:00 Uhr in der Stadthalle

 


vergangene Termine

25.06.19 | 1. Sitzung des Quartiersbeirats um 18:00 Uhr im Rathaus

10.05.19 | Bürgerversammlung Dransfeld

 

Ansprechpartner:

Patrick Spies
(Energieagentur)

Tel.: 0551 / 384 213 32
spies(at)energieagentur-goettingen.de


Dirk Aue
(Stadt Dransfeld)

Tel.: 05502 / 302 60
aue(at)dransfeld.de

 

Auftraggeber:
Stadt Dransfeld

Quartierskonzept Dransfeld

Die Stadt Dransfeld entwickelt bis Mitte 2020 ein “integriertes energetisches Quartierskonzept”. Dabei gestalten Bürger*innen, Institutionen, Gewerbe und Verwaltung gemeinsam das “Stadtquartier am Huhnsberg” mit vielen bestehenden und neuen Ideen.

Das Quartierskonzept ist ein Gemeinschaftsprojekt

Das Quartier in Dransfeld
Das Quartier in Dransfeld (zum Vergrößern anklicken)

Mit diesem Konzept soll die Lebens- und Wohnqualität aller Quartiersbewohner*innen auf Dauer erhalten und verbessert werden. Gleichzeitig sollen in jedem Lebensbereich CO2-Einsparmöglichkeiten berücksichtigt werden - damit nicht nur die Bewohner, sondern auch die Umwelt durch dieses Konzept gewinnt. Bei der Planung und auch der Umsetzung sind alle gefragt. Ob alt oder jung, mit oder ohne Beeinträchtigung und unterschiedlicher ethnischer Herkunft: Alle sind herzlich willkommen, sich an der Um- und Neugestaltung Ihres Quartiers zu beteiligen!

Das Konzept berücksichtigt nicht nur Privathäuser sondern auch öffentliche Gebäude wie die Stadthalle, die Schulen aber auch auf Straßen, Wege und Grünflächen. Zudem können gebäudeübergreifende Wärmekonzepte, energieeffizientere Häuser und lokale Strom- und Wärmeversorgungskonzepte entwickelt werden.

Das übergeordnete Ziel ist, Stadtentwicklung und Klimaschutz zu verknüpfen.

Warum am Huhnsberg?

Dieser Bereich Dransfelds hat ideale Voraussetzungen für die Erstellung und Umsetzung des Konzeptes, da die Struktur und der Zustand der Gebäude in diesem Bereich einheitlich sind, und zudem die verdichtete Bauweise sowie die erwartbare demographische Entwicklung den Anforderungen an ein Konzept entspricht. Darüber hinaus gibt es öffentliche Gebäude, die sich bei z.B. einer zentralen Energieversorgung mit privaten Gebäuden hervorragend ergänzen.

Das Quartier wird begrenzt durch:

  • Am Bleichanger / Bördeler Weg im Norden
  • Lange Trift im Westen
  • Gaußstraße im Süden
  • Heinrich-Sohnrey-Straße im Osten

Ablauf

Am 10 Mai 2019 hat die erste Bürgerversammlung stattgefunden, bei der die Vorgehensweise dargestellt und alle Fragen geklärt wurden.

Wir waren sehr erfreut, eine so große Zahl von Besucher*innen begrüßen zu dürfen: Die 61 teilnehmenden Bürger*innen konnten nach einer Einführung zum Ablauf und den Inhalten Ihre Ideen und Wünsche äußern. Hauseigentümer*innen, Mieter*innen, Vermieter*innen und weitere Interessierte haben mit den Fachleuten spannende Diskussionen geführt. Dabei kamen viele wichtige Impulse zusammen - über 657 Ideen, Anregungen und Fragen wurden aufgeschrieben. Diese wurden in 4 Kategorien eingeteilt: “Mein Haus”, “Mein Grundstück”, “Unser Quartier” und “Unsere Samtgemeinde”.

Am meisten thematisiert wurden:

  1. Mobilität (197)
  2. Energieeffizienz (126)
  3. Natur- und Umweltschutz (107)
  4. Gemeinschaft (97)
  5. Nahversorgung (46)

Ganz oben auf der Liste der von den Besucher*innen eingebrachten Themen im Bereich “Mobilität” waren das Auto, der Öffentliche Nahverkehr (ÖPNV), E-Mobilität, Fussverkehr und Barrierefreiheit.

Im Bereich „Energieeffizienz“ wurden die Themenfelder Gebäudesanierung, Wärmeerzeugung, Erneuerbare Energien und Energieeinsparung im Haus(halt) angesprochen.

Dann folgt die Kategorie „Natur- und Umweltschutz“. Wichtige Punkte sind hier die Biodiversität, Wassernutzung und Baumpflege. 

In der Kategorie „Gemeinschaft“ wurden vielfach gemeinsame Treffpunkte und Spielplätze gewünscht. Wichtige Punkte waren auch Nachbarschaftshilfe und das Teilen.

Im Bereich “Nahversorgung“ waren wichtige Themen der Einzelhandel und die Ärzte sowie die Schulen.
 
Dabei kamen 657 Punkte zusammen. Diese konnten 180 verschiedenen Themen zugeordnet werden.

Die Top 20 Themen mit Anzahl der Nennungen
Grafik Bürgerwünsche

Zu diesen Themen werden wir Sie informieren und, wenn Sie wollen, gemeinsam mit Ihnen Projekte und Ideen entwickeln und umsetzen.

Wichtig ist: Es kommt auf Sie an. Sind Sie dabei, machen wir mit.

Fragebogenaktion zum Leben und Arbeiten im Quartier

Zur Zeit läuft die energetische Analyse des Quartiers.
 
Nachdem wir Ihre Bedürfnisse und Wünsche kennengelernt haben, folgt der zweite Schritt mit einer Bestandsaufnahme zum Leben und Arbeiten im Quartier:

  • Wie sind Sie im Moment mobil?
  • Was erwarten Sie für die Zukunft im Quartier?
  • Wie sieht es mit Ihrer Heizung aus, brauchen Sie bald eine neue und welche Sanierungsmaßnahmen haben Sie noch geplant?
  • Was wünschen Sie sich für Ihr Wohnumfeld.
  • Ist Ihre Wohnung oder Haus barrierefrei und wissen Sie, wie Sie Energie sparen können?

In den nächsten Tagen geht allen Haushalten und Hauseigentümern diesbezüglich ein Fragebogen zu.
Mit der Beantwortung des Fragebogens helfen Sie uns sehr, er ist eine wichtige Grundlage für die Arbeit in den nächsten Jahren.

Wir weisen darauf hin, dass Ihre Daten vertraulich behandelt werden. Sobald Sie den Fragebogen ausgefüllt haben, tüten Sie ihn ein, kleben den mitgelieferten Briefumschlag zu und schicken ihn in das Rathaus oder bringen ihn vorbei.
 
Sie können den Fragebogen auch gerne am PC ausfüllen. Das PDF können Sie demnächst direkt hier herunterladen. Den ausgefüllten Fragebogen können Sie bearbeiten, speichern und per E-Mail an Herrn Aue schicken.

Nahaufnahme Fragebogen

Im weiteren Verlauf werden Einsparpotenziale in allen Lebensbereichen ermittelt und gemeinsam entsprechende Projekte definiert: der Projektkatalog.

Was kommt am Ende dabei raus?

Es soll kein weiteres Konzept, das in der Schublade verstaubt, werden.Deswegen kann neben der Erstellung auch die Umsetzung gefördert werden. Bis zu 5 Jahre können Personal- und Sachkosten für die Projektbegleitung und die Öffentlichkeitsarbeit mitfinanziert werden.
Am Ende des Konzeptes steht ein Projekt- und Maßnahmenkatalog in dem z.B. die Aufwertung öffentlicher und kommunaler Bereiche steht, Öffentlichkeitsarbeit zur Energetischen Sanierung oder Projekte mit Schülerinnen und Schülern zum Thema Umwelt- und Klimaschutz.

Begleitend ist ein Quartiersbeirat in das Leben gerufen worden. Das erste Treffen hat am 25.06.19 stattgefunden. 15 Teilnehmende haben sich über ihre Motivation und die Erwartungen an das Konzept ausgetauscht. Es wurde über die Ergebnisse der Bürger*innenveranstaltung gesprochen und erste Projekte und Maßnahmen diskutiert.

Der Quartiersbeirat ist keine geschlossene Gesellschaft! Alle Bürger*innen, Politiker*innen. BewohnerInnen und sonstige Interessierte sollen sich beteiligen. Er tagt nach Bedarf in (un)regelmäßigen Abständen. In engem Dialog mit mit allen Beteiligten werden bis Juni 2020 die Anliegen thematisiert, die als wichtig erachtet werden, sowie Ideen und Lösungen erarbeitet.

Ermöglicht wird das Projekt, da die Stadt Dransfeld ein Förderprogramm der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Anspruch genommen hat. In der ersten Phase, die ein Jahr dauert, wird das Konzept erstellt. In Phase Zwei wird die Begleitung der Umsetzung über einen Zeitraum von drei Jahren gefördert. Eine Verlängerung um weitere zwei Jahre ist möglich. So soll sichergestellt werden, dass die Projekte nachhaltig umgesetzt werden.

Es wurden in Deutschland schon über 800 Quartierskonzepte erstellt, zwei davon in Adelebsen und Hann. Münden.

Über welche Themengebiete kann gesprochen werden?

Klimaschutz ist auf vielen Ebenen möglich, da wir mit fast allem, was wir tun, Energie verbrauchen (umwandeln), was zu CO2-Ausstoß führt. Deshalb gibt es viele Themen, die im Rahmen der Konzepterstellung angesprochen werden können. Jedes Quartier ist individuell, die Bedürfnisse sind unterschiedlich gelagert. Deshalb gibt es keine Blaupause zu den Themengebieten:

  • Wohnprojekte (Mehrgenerationen, Barrierefreiheit, alternative Wohnformen)
  • Energieeffizienz (Erneuerbare Energien, regenerative (Nah-)Wärmeversorgung, energetische Gebäudesanierung)
  • Demographie
  • Gewerbestandort
  • Lebensqualität (Stadtbild, Grünflächen, Spielplätze, Einkaufen)
  • Mobilität (Barrierefreiheit, Fahrgemeinschaften, Busanbindung, Parkplätze)

Bestandteile des fertigen Quartierskonzeptes:

  • Untersuchung des Gebäudebestandes (Status Quo von CO2-Bilanz und Energieverbrauch)
  • Ermittlung der Potenziale für Energieeinsparung /-effizienz und Erneuerbare Energien
  • Entwicklung von Szenarien zur Einbeziehung von Quartiersbeirat und anderen Akteursgruppen
  • Projektkatalog zur Umsetzung