Quartierskonzept Bovenden

 

Ansprechpartner:

Benjamin Dörr
(Energieagentur)

Tel.: 0551 / 384 213 51
doerr(at)energieagentur-goettingen.de


Herr Wiekenberg
(Flecken Bovenden)

Tel.: 0551 / 8201 170
wiekenberg(at)bovenden.de

 

Auftraggeber:
Flecken Bovenden

Quartierskonzept Bovenden

Der Flecken Bovenden möchte seinen Beitrag zum Klimaschutz erweitern und somit einen Anteil zu den Klimaschutzzielen des Landkreises Göttingen, sowie des Landes und der Bundesrepublik leisten. Hierzu nimmt der Flecken Fördermittel des Bundes in Anspruch, um zusammen mit den Bürger*innen ein integriertes energetisches Quartierskonzept zu entwickeln. Die Energieagentur Region Göttingen e.V. und das Ingenieurbüro target aus Hameln unterstützen die Entwicklung.

Ziel der Bundesregierung ist es, durch die Förderung den Kohlendioxid-Ausstoß im Gebäudebereich zu senken. Quartierskonzepte leisten einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Energieeffizienz der Gebäude, der Infrastruktur und zur Wärme- und Kälteversorgung.

Das fertige Quartierskonzept bietet den Hausbesitzer*innen und Bewohner*innen im Quartier sowie im ganzen Flecken Bovenden einen Leitfaden, um klimaschützende sowie kostensparende energetische Maßnahmen umzusetzen. Über die energetischen Maßnahmen hinaus, kann ein Quartierskonzept auch Maßnahmen enthalten, die einen Beitrag zu klimafreundlicher Mobilität, nachhaltigem Leben und der Erhöhung der Wohn- und Lebensqualität im Quartier leisten.

Karte des Quartiers in Bovenden

Das Quartier liegt im Kern von Bovenden rund um das Rathaus. Es umfasst Gebäude der Straßen Am Junkernberge, Am Korbhofe, Am Teiche, Südring und Rathausplatz (Liste aller Gebäude). Für diesen Bereich berechnet das Ingenieurbüro, wie viel CO2 im Quartier entsteht und welche Einsparmöglichkeiten es gibt. Großes Potenzial birgt die Erneuerung und Erweiterung des bestehenden Nahwärmenetzes rund um das Rathaus. Auch die Nutzung von Solarenergie und die Sanierung der Gebäude im Quartier könnten die Nutzung von fossilen Brennstoffen verringern. Ein wichtiges Projekt ist die Neugestaltung des Rathausplatzes: Wie kann dieser ansprechender und mit weniger Barrieren gestaltet werden? Wie kann der Wochenmarkt davon profitieren?

Nach Fertigstellung des Konzeptes besteht die Möglichkeit weitere Fördermittel in Anspruch zu nehmen, um die Projekte aus dem Konzept fortzusetzen.

Veranstaltungen

Um insbesondere die Eigentümer der Gebäude im Quartier und die dort lebenden Bürger*innen über das Projekt zu informieren, sind Informationsveranstaltungen geplant, die vorerst leider nur online stattfinden können.

Alle Veranstaltungen sind kostenlos und finden online statt.

Um bei den Veranstaltungen teilnehmen zu können melden Sie sich bitte an:

Herr Wiekenberg vom Flecken Bovenden
0551 8201 170 | wiekenberg@remove-this.bovenden.de

Herr Brünjes von der Energieagentur Region Göttingen e.V.
0551 38 42 13 32 | bruenjes@remove-this.energieagentur-goettingen.de

Sie bekommen rechtzeitig vor der Veranstaltung die Zugangsdaten per E-Mail zugeschickt.

Mit Ihrer Anmeldung erklären Sie sich einverstanden, dass Ihre persönlichen Daten für die Veranstaltungsabwicklung verwendet und elektronisch gespeichert werden. Die Informationspflichten gemäß Artikel 13 DSGVO finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Eine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte erfolgt nicht. Diese Einwilligung können Sie jederzeit widerrufen - per E-Mail an datenschutz@energieagentur-goettingen.de. Eine Teilnahme an der Veranstaltung ist dann allerdings nicht möglich.

Alle Eigentümer*innen werden separat schriftlich informiert, alle Bewohner*innen des Quartiers bekommen noch eine Einladung in Ihren Briefkasten.

Das Quartierskonzept


Weshalb dort?

Seit Fertigstellung des Rathauses im Jahr 1975 betreiben die Gemeindewerke Bovenden ein Nahwärmenetz. Dieses versorgt das Rathaus, das Bürgerhaus, die Turnhalle und die Grundschule, Wohngebäude am Korbhof sowie das Hochhaus zwischen Rathaus und Bürgerhaus mit Wärme. Auch das Wohn- und Gewerbezentrum wird mit Nahwärme versorgt. Nun ist die Heizzentrale in die Jahre gekommen und soll erneuert werden. In Zeiten von CO2-Steuer und Klimakatastrophe sollen erneuerbare Ressourcen zur Wärmeerzeugung genutzt und neben Wärme auch Strom erzeugt werden. Außerdem bietet die Neuausrichtung der Wärmeversorgung die Möglichkeit, das Netz zu erweitern.

Die einheitliche Struktur und der Sanierungszustand der Gebäude bilden zusammen mit der verdichteten Bauweise, der zu erwartenden demographischen Entwicklung sowie weiteren Faktoren ideale Voraussetzungen für die Erstellung und Umsetzung eines Quartiers- und damit eines Nahwärmekonzeptes.

Öffentliche Räume wie der Rathaus- bzw. Marktplatz sollen ebenso bedacht werden wie Hausfassaden und gebäudeübergreifende Wärmekonzepte. Häuser und Wohnungen sollen energiesparender werden und möglichst mit Strom und Wärme aus der Nachbarschaft sicher versorgt werden.

Ablauf

Zu Beginn werden ein Jahr lang im engen Dialog mit allen Beteiligten die Themen besprochen werden, die den Bewohner*innen des Quartiers am Herzen liegen. Gemeinsam werden Ideen und Lösungen entwickelt. Die Konzeptentwicklung wird dabei kontinuierlich durch Beratung begleitet. Zugleich erfasst das Ingenieurbüro target die energetische Ist-Situation.

Sollte das Interesse der Quartiersbewohner*innen groß genug sein, ist eine Verlängerung um drei bis fünf Jahre geplant. Diese zweite Projektphase dient der Umsetzung des gemeinsam erarbeiteten Quartierskonzeptes.

Themenschwerpunkte:

  • Regenerative (Nah-)Wärmeversorgung
  • Wohnungseigentümergesetz-Novelle
  • Energetische Gebäudesanierung
  • Mieterstrom
  • Barrierefreies Wohnen
  • Demographie
  • Solarenergie

Bestandteile des fertigen Quartierskonzeptes:

  • Untersuchung des Gebäudebestandes (Ist-Bilanz zu Energieverbräuchen und CO2)
  • Ermittlung der Potenziale für Energieeinsparung /-effizienz und Erneuerbare Energien
  • Einbeziehung von Bürgern und Akteursgruppen
  • Untersuchung des Wärmenetzes
  • Berechnung von Szenarien für 203x
  • Maßnahmenkatalog zur Umsetzung