Bioenergiedörfer stellen sich vor

Bioenergiedorf Jühnde

Jühnde  mit ca.750 Einwohnern war das erste Bioenergiedorf in Deutschland, das seine Energieversorgung  auf die Basis von Biomasse umgestellt hat. Das Dorf produziert heute doppelt so viel Strom aus erneuerbarer Energie , wie es selbst verbraucht und versorgt ca. 70% der Haushalte über ein Nahwärmenetz mit Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen. Die dorfeigene Bioenergieanlage mit einer 700 kW Biogasanlage, einem 550 kW Biomasseheizwerk und einem ca. 6km langem Nahwärmenetz ist nun seit knapp 5Jahren in Betrieb. Das besondere an dem durch die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. bedeutend geförderten Pilotprojekt ist, das das ganze Dorf, die Gemeinde und die Landwirte in das Projekt eingebunden sind. Zu diesem Zweck wurde eine Genossenschaft gegründet, die mittlerweile ca. 195 Mitglieder hat. Jühnde ist weltweit bekannt und wird als Pilotbeispiel der dezentralen Energieerzeugung und -versorgung beachtet.   Besucher aus aller Welt pilgern nach Jühnde, um sich dieses erste Bioenergiedorf anzuschauen.
www.bioenergiedorf.de

Bioenergiedorf Reiffenhausen

Reiffenhausen ist ein Dorf mit ca. 720 Einwohnern in der Gemeinde Friedland und liegt im südlichen Landkreis Göttingen. Hier entsteht zurzeit ein Nahwärmenetz für 98 Häuser.
Dieses Bioenergiedorf- Projekt ist von 3 Besonderheiten geprägt:

  1. Ein Landwirt (Stieg-Biogas GbR) betreibt eine Biogasanlage mit 2 BHKW. Primäres Ziel dieser GbR ist die Erzeugung und der Verkauf von Strom aus nachwachsenden Rohstoffen.
  2. Eine Betreibergesellschaft (Bioenergiedorf Reiffenhausen e G) übernimmt die Abwärme der beiden BHKW (etwa 2/3 des Gesamt-Wärmebedarfs)und verteilt die Wärme über  eine Heizzentrale mit Zusatzheizung HHS über ein neu errichtetes Nahwärmenetz an ihre Kunden (alles Genossenschaftsmitglieder)
  3. Der wirtschaftliche Erfolg dieses Projektes kann also nur durch den Wärmeverkauf sichergestellt werden (keine Förderung des EEG, den KWK- Bonus erhält der Landwirt). Hierzu sind alle gemeindlichen Liegenschaften und ein kommunales Freibad neben den „normalen“ Hausanschlüssen am Netz.

www.bioenergiedorf-reiffenhausen.de

Bioenergiedorf Barlissen

Durch die Initiative und das gewachsene Bewusstsein der Bürger wird ein zukunftsweisendes Projekt auf den Weg gebracht. Das Projekt beinhaltet die Energiegewinnung aus regenerativen Rohstoffen und ist Teil des Bioenergiekonzeptes der Region Südniedersachsen.
Die Planungsphase wird mit fachkompetenter Unterstützung des IZNE/ Landkreis Göttingen / Maschinenring Göttingen - Kassel begleitet. Zum jetzigen Zeitpunkt hat das Nahwärmenetz einen Fertigstellungsgrad von ca. 80 % der Strecke. Das Holzhackschnitzelwerk und der Speicher sind Mitte Mai installiert, sodass ein Testbetrieb ab Mai stattfindet.
www.bioenergiedorf-barlissen.de

Bioenergiedorf Krebeck und Wollbrandshausen

Innovatives Bürgerenergieprojekt in der Mitte Deutschlands:
Wollbrandshausen und Krebeck, zwei Bioenergiedörfer in Niedersachsen (Landkreis Göttingen) ziehen für Umweltschutz und mehr Energieautarkie erfolgreich an einem Strang und haben anstelle zwei eigener Biogasanlagen ein zentrales, gemeinsames Bioenergieprojekt mit dezentralen Blockheizkraftwerken (BHKW) in beiden Orten und zwei davon ausgehenden Nahwärmenetzen errichtet.
Dies ist einzigartig in Deutschland und das Ergebnis zweier starker Dorfgemeinschaften, die für die Zukunft ihrer Kinder und der Region über ihren eigenen Tellerrand schauen und die Potenziale, die aus dem genossenschaftlichen Zusammenschluss und dem Bau der gemeinsamen Biogasanlage entstehen, konsequent nutzen. Dies zeigt, dass auch kleine kommunale Einheiten in der Lage sind, gemeinsam Großes zu leisten -  und die Sache mit dem Strom und der Wärme jetzt selbst in die  Hand nehmen.
www.biowk.de