Newsletter August 2020

Neues von der Energieagentur

Sehr geehrte Mitglieder und Freund*innen der Energieagentur Region Göttingen,

Der Klimaschutz macht keine Sommerpause!

Im August erweitern wir unser Angebot für die Klima-Karte. Alle Kund*innen, die sich über den Lieferservice Leila Liefert ihre Bestellungen per eBike nach Hause liefern lassen, erhalten ab sofort einen Stempel in die Göttinger Klima-Karte. Ab Samstag, den 22. August, können Sie auch auf dem Wochenmarkt Stempel in die Klima-Karte bekommen. Schauen Sie gerne an unserem Stand vorbei. Dort können Sie sich informieren und an unserem Einkaufstaschen-Tausch teilnehmen.

Adelebsen beteiligt sich an der Handysammelaktion des NABU, bei der alte Handys wieder aufbereitet oder recycelt werden. Sie können Ihre alten Handys im Rathaus oder in der Bücherei in Adelebsen abgegeben, dort stehen die Sammelboxen.

Mit dem Klimaschutzplan 2030 entwickelt die Stadt gerade die städtischen Klimaschutzstrategien weiter. Dabei sind auch Ihre Ideen und Vorschläge gefragt.

 

Sommerliche Grüße

Doreen Fragel
Geschäftsführerin der Energieagentur Region Göttingen e.V.

 

10 Jahre Energieagentur

In unserer Rubrik anlässlich unseres Jubiläumsjahres lassen wir Revue passieren, was wir in den letzten zehn Jahren Spannendes auf die Beine gestellt haben.

Solarkampagne, Solarberatung und Solardachkataster – November 2014

Gruppenbild mit Solarmodul

Das Engagement für die Sonne verstärken wir seit 2015 mit eigenen jährlichen Kampagnen, einer unabhängigen Beratung und der Webseite “Solardachkataster für Südniedersachsen”. Hier können Hauseigentümer*innen die Eignung ihres Daches für Solarenergie überprüfen. Auf dieser Webseite sind schon über 150.000 Besuche zu verzeichnen. Alles zu unserer aktuellen Solarkampagne finden Sie unter: earg.de/solar-check.

Ausblick August 2020

Klimaplan Göttingen 2030

Banner Klimaplan Göttingen

Mit dem Klimaplan Göttingen 2030 entwickelt die Stadt Göttingen zurzeit die städtischen Klimaschutzstrategien weiter und benennt Projekte für die kommenden zehn Jahre auf dem Weg zur Klimaneutralität. Er ist ein Zukunftsplan von und für die Stadtgesellschaft. Hierzu sind auch Ihre Idee und Vorschläge gefragt!

Da in diesem Jahr keine Workshops und Austauschforen vor Ort stattfinden können, bietet die Stadt eine digitale Beteiligungsplattform an. Die Plattform lädt dazu ein, Ihre Anregungen, Vorschläge und Projektideen einzubringen und sich über den laufenden Prozess zu informieren.

Projektwettbewerb

Sie möchten in Göttingen ein eigenes Klimaschutz-Projekt umsetzen oder voranbringen? Dann machen Sie mit beim Projekt-Wettbewerb! Einfach hier bis 31. August einen Projektvorschlag beschreiben und einreichen. Der Wettbewerb richtet sich an einzelne Bürger*innen, an Gruppen, Initiativen, Einrichtungen und an Unternehmen.

Ideen eingeben

Sie haben eine tolle Idee, die den Klimaschutz in Göttingen nach vorne bringt? Oder gibt es etwas, das dringend ins Leben gerufen oder besser abgestellt werden sollte?

Die Stadt Göttingen sammelt Ihre Anregungen, um sie im Rahmen der Klimaschutzplanungen für die kommenden Jahre berücksichtigen zu können. Alle Eingaben werden geprüft: Sie bekommen eine Rückmeldung, was mit Ihren Hinweisen und Einfällen im weiteren Verlauf des Prozesses passieren wird.

Sie können dem Klimaplan Göttingen 2030 auch auf Facebook und Instagram folgen.

Klima-Karte goes LeiLa Liefert

Leila liefert mit Klima-Karte

Alle Kund*innen, die sich über den Lieferservice Leila Liefert ihre Bestellungen nach Hause liefern lassen, erhalten ab sofort einen Stempel in die Göttinger Klima-Karte. Damit belohnen wir Ihre Entscheidung, anstatt der großen Online-Versandhändler die Geschäfte in Göttingen zu unterstützen. Gleichzeitig leisten Sie damit einen Beitrag zum Klimaschutz, denn der Leila-Lieferdienst ist nicht nur erstaunlich flott und außerdem kostenlos, sondern aufgrund der Auslieferung per eBike auch äußerst klima- und umweltschonend.

13.08. und 27.08.2020: Online-Vorträge der Energieberatung der Verbraucherzentrale

Frau mit Laptop und Notizzettel

Um Verbraucher*innen über wichtige und aktuelle Energiethemen zu informieren, veranstaltet die Energieberatung der Verbraucherzentrale Online-Vorträge - live über das Internet. Die Teilnahme ist kostenfrei und bequem von zuhause aus möglich.

Die unabhängigen Energieexpert*innen geben Informationen über die vielfältigen Aspekte von Themen wie Energieeffizienz, Fördermittel oder dem Einsatz erneuerbarer Energien. Die nächsten Themen und Termine sind:

  • 13. August 2020, 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr: Moderne Fenster und Türen
  • 27. August 2020, 17:30 Uhr bis 19:00 Uhr: Fördermittel fürs Haus

 

Anmeldungen sind möglich auf der Website der Energieberatung der Verbraucherzentrale.

Göttingen, 22.08.2020: Einführung der Klima-Karte auf dem Göttinger Wochenmarkt

Einkauf auf dem Wochenmarkt

In Göttingen bietet der Wochenmarkt vielfältige Möglichkeiten regionale und saisonale (Bio-) Lebensmittel einzukaufen. Bio-Lebensmittel, insbesondere wenn diese regional und saisonal erzeugt sind, weisen eine Menge positiver Umweltwirkungen auf. Ökologische Landwirtschaft wirkt sich nicht nur fördernd auf den Klimaschutz aus, sondern bringt ebenfalls Vorteile für den Boden- und Grundwasserschutz, den Tierschutz und den Erhalt der Biodiversität mit sich. Viele Marktstände bieten ihren Kund*innen darüber hinaus weitere Angebote an, möglichst klimafreundlich zu konsumieren. Dazu zählen etwa Nutzung eigener Behältnisse oder die Wiederverwendung bestimmter Verkaufsverpackungen.

Ab Samstag, den 22. August 2020 werden Kund*innen des Göttinger Wochenmarkts für klimafreundlichen Konsum erstmals über die Göttinger Klima-Karte belohnt. Konsument*innen erhalten für die Umsetzung klimafreundlicher Aktionen - bspw. für die Nutzung eigener Behältnisse - einen Stempel in die Klima-Karte. Sind alle Stempel gesammelt, so erhält man bei den beteiligten Unternehmen in der Innenstadt ein Klimaschutz-Paket mit nützlichen, klimafreundlichen Alltagsgegenständen.

Neben dem Erhalt der Klima-Karte besteht am 22. August ebenfalls die Möglichkeit, beim Info-Stand der Energieagentur auf dem Wochenmarkt seine nicht mehr gebrauchten Einkaufsbeutel oder Taschen bei einer Tauschbörse anderen Kund*innen zur Verfügung zu stellen.

Eingesetzt werden kann die Klima-Karte nicht nur auf dem Wochenmarkt, sondern auch in aktuell 36 Unternehmen in der Göttinger Innenstadt. Weitere Infos zur Klima-Karte und zum Projekt unter www.earg.de/klimashoppen

Energiespar-Tipps für das Home-Office – Teil 2

Symbolbild Energiesparen

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale gibt weitere Tipps um im Home-Office Energie zu sparen. Im zweiten Teil der dreiteiligen Serie werden die Bereiche Licht, Heizung, Herd und Backofen behandelt.

Licht: Wer Glüh- oder Halogenlampen für Arbeitsplatzbeleuchtung verwendet, verbraucht fünf bis sechsmal so viel Strom wie mit LED-Lampen. Die Umrüstung lohnt sich in der Regel auch finanziell. Nach dem Austausch alter Leuchtmittel durch sparsamere, lässt sich das Geld nach weniger als zwei Jahren wieder einsparen.

Heizung: Der Wärmeenergieverbrauch lässt sich reduzieren, wenn die Raum-temperatur gezielt nach Bedarf eingestellt und nachts und bei längeren Arbeitspausen im Arbeitszimmer reduziert wird. Die benötigte Temperatur wird am Thermostatventil des Heizkörpers eingestellt. Besonders komfortabel ist das bei einem elektronischen Heizkörperthermostat. Es kann programmiert werden und regelt dann die gewünschte Raumtemperatur nach den vorab eingestellten Uhrzeiten. Ein Irrglaube ist, dass ein auf die höchste Stufe eingestellter Heizkörper am schnellsten den Raum erwärmt. Regelmäßiges Lüften ist für ein angenehmes Raumklima zusätzlich wichtig. Zimmertüren zu weniger beheizten Räumen sollten, außer beim Lüften, geschlossen bleiben.

Herd und Backofen: Wer viel zuhause ist, kocht wahrscheinlich auch mehr. Frische Lebensmittel statt Tiefkühlkost zuzubereiten, verbraucht weniger Energie. Man spart sich das Tiefkühlen und Wiederauftauen. Wasser bringt man am energiesparendsten mit dem Wasserkocher zum Kochen, statt mit dem Herd. Nur ein Induktionsherd kann das genauso effizient. Der Wasserkocher sollte aber nur die benötigte Menge Wasser aufheizen und nicht immer maximal gefüllt werden. Durch die gleiche Größe von Kochgeschirr und Durchmesser der Kochstelle, lässt sich zusätzlich Energie sparen. Es lohnt sich außerdem die Restwärme des Herds zu nutzen und Kochstellen früher auszustellen.

Beim Backofen sollte man wenn immer möglich die Heiß- oder Umluftfunktion nutzen. Damit spart man sich das Vorheizen und kann in der Regel eine 20 bis 30 Grad niedrigere Backtemperatur wählen.

Wohnen in Göttingen - Umfrage gestartet

Panorama Stadt Göttingen

Wohnen ist mehr als das berühmte Dach über dem Kopf. Was ist den Menschen wichtig, wenn es um die eigene Wohnsituation geht? Wie viel Platz wird benötigt? Welche Rolle spielt die Nachbarschaft? Wie wichtig ist eine ÖPNV-Anbindung, der Supermarkt um die Ecke, die Nähe von Kitas und Schulen oder eines Parks?

Antworten auf solche und ähnliche Fragen werden aktuell in einer Umfrage im Rahmen des „OptiWohn“-Projekts erhoben. Die Stadt Göttingen ist dabei eine von drei Pilot-Kommunen, die beiden anderen sind Köln und Tübingen.

Ziel von OptiWohn ist es, innovative Strategien zur besseren Nutzung von Wohnraum zu entwickeln und zu erproben. Egal ob Personen zur Miete oder im Eigenheim wohnen, an der Online-Umfrage können alle Interessierten bis einschließlich Montag, 31. August 2020, teilnehmen. Die Ergebnisse werden für Göttingen gesondert ausgewertet und fließen in die kommunale OptiWohn-Strategie ein.

Adelebsen sammelt alte Handys für Hummel, Biene und Co.

Biene auf einer Blüte

Die Herstellung eines Handys belastet die Umwelt, denn bei der Produktion werden hohe Mengen CO2-Emissionen freigesetzt, giftige Chemikalien in die Umwelt abgegeben und für den Abbau von Metallen werden oft große Flächen Regenwald abgeholzt.

Daher sollte die Nutzungsdauer eines Handys so weit wie möglich ausgedehnt werden. Die durchschnittliche Nutzungsdauer eines Smartphones beträgt nur 18 Monate. Außerdem lagern in deutschen Schubläden etwa 105 Millionen Altgeräte, die zum Teil wieder aufbereitet werden könnten. Geräte, die nicht wiederaufbereitet werden, können recycelt werden, wodurch die wertvollen Rohstoffe wiederverwendet werden können.

Der NABU sammelt alte Handys, um diese wieder aufzubereiten oder zu recyceln. Von dem Partner Teléfonica erhält der NABU einen jährlichen Zuschuss. Teléfonica verkauft die wiederaufbereiteten Handys in Europa. Nicht mehr funktionsfähige Geräte werden recycelt.

Mit zurückgegebenen Altgeräten wird der Umweltschutz daher doppelt unterstützt. Zum einen können wertvolle Rohstoffe wiederverwertet werden. Zum anderen fließt der jährliche Erlös in den NABU-Insektenschutzfonds. Im Jahr 2019 wurden 84.308 Altgeräte gesammelt, was zu einem Erlös von 50.000 € führte.

Im Flecken Adelebsen können ab sofort alte Handys für die Sammelaktion des NABU im Rathaus oder in der Bücherei abgegeben werden. An den Sammelstellen gibt es außerdem weitere Informationen zu den Themen Handy-Recycling und Insekten schützen.

Rückblick Juli 2020

Quartierskonzept Dransfeld

Titelblatt Quartierskonzept

Die Stadt Dransfeld hat ein integriertes energetisches Quartierskonzept für das “Stadtquartier am Huhnsberg” erstellen lassen. Mit intensiver Bürgerbeteiligung und unserer Unterstützung haben wir in den vergangenen 14 Monaten gemeinsam Projekte zur klimafreundlichen Gestaltung des Quartiers erarbeitet.

Auf der Online-Bürgerversammlung am 03. Juli haben wir Anwohner*innen über das fertige Konzept mit den 34 Projekten informiert. Sie sollen dazu beitragen, das Quartier in Dransfeld noch attraktiver und zukunftsfähiger zu gestalten. Den Bericht mit den Projekten finden Sie hier.

Im Herbst 2020 soll es voraussichtlich mit der Umsetzung der Projekte, mit dem Sanierungsmanagement, losgehen.

Neue Aschenbecher in Adelebsen – Tippen mit Kippen

Kippster in Adelebsen

Am Rathaus und auf dem Bahnhofsvorplatz in Adelebsen wurden sogenannte Kippster installiert, an denen Raucher*innen mit ihren Zigaretten in Zukunft ihre Meinung zu Fragen wie: „Welche ist die bessere Band? Beatles oder Stones?“ und „Würdest du lieber deinen Urlaub in den Bergen oder am Meer verbringen?“ kundtun können. Dieses Projekt soll mit einem zwinkernden Auge auf die Umweltverschmutzung durch die jährlich mehr als 5 Billionen produzierten Zigaretten aufmerksam machen und Raucher*innen dazu bringen ihre Zigaretten umweltgerecht zu entsorgen.

Die Zigarettenfilter bestehen vor allem aus Kunststoff und zersetzen sich daher nicht. Sie sind nicht biologisch abbaubar. Zudem befindet sich reichlich Nikotin in dem Filter. Werden die Zigarettenreste auf die Straße geworfen, könnten Tiere diese fressen. Das Nikotin ist für Hunde hochgiftig, sie können den Stoff nicht abbauen. Bei Vögeln könnten die Filter den Magen verstopfen und diese sterben dann qualvoll.

Auch diese Idee ist im Rahmen des Wohnquartiers mit Beteiligung der im Quartier lebenden Bevölkerung und mit unserer Unterstützung entstanden.

Sie sind gefragt: Wir sind offen für weitere Terminankündigungen!

Wir würden gerne den Newsletter weiter öffnen und Ihnen als Kommunikationsplattform zur Verfügung stellen. Haben Sie auch Veranstaltungen, die thematisch zu den Themen passen, für die die Energieagentur steht und auf die wir in einem der nächsten Newsletter hinweisen sollten? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail mit dem Betreff „Newsletter-Ankündigung” an Léa Georges (E-Mail: georges@energieagentur-goettingen.de)

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